Die Wissenschaft dahinter2018-10-26T12:50:00+00:00

Auf unserer Haut leben etwa 10.000 verschiedene Arten von Mikroorganismen. Insgesamt sind es viele Millionen, und viele Arten sind für uns Menschen sogar sehr nützlich.

Mit dem Schwitzen scheiden wir zahlreiche Substanzen aus, die Nahrung für diese Bakterien sind. Das schweißaufsaugende Gewebe des Textils unter dem Arm bieten, zusammen mit der dortigen Wärme und Feuchtigkeit, ideale Bedingungen für eine rasante Vermehrung der Bakterien. Und die Menge macht’s, denn der vermeintliche Schweißgestank ist in Wirklichkeit der Geruch der Ausscheidungen der Bakterien, die den Schweiß zersetzen.

Die Biopolymere in TexPro erzeugen eine Membran, die die Bakterien daran hindert, zusammen mit dem Schweiß ins Textil einzudringen. Sie werden von ihrer Nahrung getrennt. Ihre Vermehrung und damit der Geruch werden dauerhaft verhindert.

1. Die Haut

Auf unserer Haut leben Millionen und Aber-Millionen von Bakterien, zwischen 100 – 10.000 Organismen pro cm². Die geringste Keimdichte findet sich in trockenen Hautbereichen, wie den Unterarmen. In schlecht gelüfteten ‚Feuchtgebieten’, wie der Achselhöhle, leben besonders viele Bakterien. Man schätzt, dass etwa 10.000 verschiedene Arten von Kleinstlebewesen Teil unserer Hautflora sind.

Das ist normal und ungefährlich, und die meisten dieser Bakterienarten sind für uns Menschen wertvoll und Teil des Immunsystems. Sie schützen uns z.B. vor Infektionen, in dem sie krank machende Bakterien abwehren.

Man unterscheidet residente (dauerhaft, und vor allem in Haarfollikeln und Talgdrüsen lebende) und transiente (vorübergehend ‚wohnhafte’) Keime. Die Grenzen sind fließend. Wer sich niederlassen kann, hängt von der residenten Hautflora und Umwelteinflüssen ab.

Zahlreiche Faktoren beeinflussen die Hautflora oder können sie stören. Krankheiten schwächen das Immunsystem, und Keime, die normalerweise für uns ungefährlich sind, können sich plötzlich ausbreiten und Erkrankungen auslösen. z.B leiden Diabetiker oft unter bakteriellen Hautinfektionen.
Auch Medikamente, insbesondere Antibiotika, wirken sich auf die Zusammensetzung der Hautflora aus, und natürlich greift Körperpflege und Hygiene unmittelbar in die Hautflora ein: Deos und Pflegeprodukte können Bakterien abtöten und schon beim Duschen nur mit heißem Wasser geht ein Drittel der Hautflora verloren!
Glücklicherweise bilden die Haarfollikel ein Keimreservoir, in denen 20% der „guten“ Mikroorganismen angesiedelt sind. Dadurch ist die Haut selbst nach einer Desinfektion in 1 bis 2 Tagen wieder vollständig besiedelt.

Die ‚Bevölkerung‘ auf unserer Haut verändert sich also ständig – nicht zuletzt auch dadurch, dass die äußere Hautschicht des Menschen durchschnittlich alle 28 Tage komplett erneuert wird.

pH-Wert

Der pH-Wert gibt an, wie sauer oder alkalisch eine Lösung ist. Einen Ph-Wert zwischen 1 und 6 bezeichnet man als sauer, 7 ist neutral, 8 – 14 nennt man alkalisch oder basisch.

Unsere Haut, genauer gesagt der Wasser-Fett-Film (Hydrolipidfilm) auf unserer Haut, hat einen pH Wert zwischen 4 und 6 – abhängig von zahlreichen Faktoren. Die Haut ist also leicht sauer, und man bezeichnet das als Säureschutzmantel. Er schützt die Haut vor Austrocknung und vor dem Eindringen von Krankheitserregern, denn die mögen meist kein saures Milieu.

Was auch immer mit der Haut in Berührung kommt, beeinflusst ihren pH-Wert und damit den Zustand der Hautflora:

  • Reines Wasser ist neutral: 7.

  • Aloe Vera, die uns z.B. bei Sonnenbrand so gut tut, hat 4,5. Das Zuviel an Sonne hat viele gute Bakterien zerstört. Das saure Milieu ist kaputt. Die Haut ist offen für Angriffe und Erreger. Aloe Vera hilft, diese abzuwehren und unterstützt dadurch den Wiederaufbau der natürlichen Flora.

  • PH-neutrale Seifen haben ca. 5.5

  • normale Seifen 9 bis 10, Natronlaugen etwa 14

  • TexPro: ca. 4

2. Schwitzen

Schweiß besteht zu 99% aus Wasser. Nur etwa 1% sind Salze und Säuren und bilden zusammen mit dem Talg, der von Fettdrüsen in der Haut produziert wird, die Nahrung für die Bakterien auf der Haut. Und die sorgen für den schlechten Geruch: Der vermeintliche Schweißgestank ist in Wirklichkeit der Geruch der Stoffwechselprodukte der den Schweiß zersetzenden Bakterien.
Konkret entsteht der Gestank dadurch, dass die Bakterien große Fettsäure-Moleküle in Ameisensäure und Buttersäure zerlegen. Ein stechender und ranziger Geruch ist die Folge.
Welche Bakterien genau und wie das ‚Ergebnis’ riecht, hängt von vielen Faktoren ab: individueller Haut-PH-Wert, Geschlecht, Alter, Hormone, Eßgewohnheiten, Krankheiten, Medikamente, Alkohol, Zigaretten, Kaffee usw. …

Das Gewebe des Textils in der Achsel, die Wärme und Feuchtigkeit bieten zusammen ideale Bedingungen für die Aufnahme und eine rasante Vermehrung der Bakterien. Das Gewebe wird für sie sozusagen zum Wohnraum, die Körperwärme ist die Heizung, die Feuchtigkeit das fließende Wasser, die Säuren und Salze die Nahrung frei Haus.

Mehr und mehr Bakterien siedeln sich an und entstehen neu. Etwa alle 20 Minuten verdoppelt sich ihre Anzahl. In weniger als 2 Stunden hat sich die ‚Bevölkerung’ bei ausreichender Nahrungszufuhr bereits ver-50facht! Und je mehr wir schwitzen, desto mehr Bakterien können ernährt werden. Und die Menge macht’s: Aus einem anfangs nur leichten Geruch wird Gestank.

Das ist zwar eine unangenehme Vorstellung, aber leider eine Tatsache. Es ist weder gefährlich oder krankhaft, sondern es ist Natur. Leider stinkt es.

3. Biopolymere

Ein Polymer ist ein aus sich wiederholenden, gleichen Bausteinen aufgebautes, sogenanntes Makro- oder Kettenmolekül und kann deshalb zahlreiche besondere und nützliche Eigenschaften aufweisen. Das griechische Wort polymer (poly = viel) bedeutet „aus vielen (gleichen) Teilen aufgebaut“.

Polymere werden traditionell aus Erdöl gewonnen und sind Hauptkomponenten für die Herstellung von Plastik, Benzin, Waschmitteln oder auch Kunstfasern, wie z.B. Polyester – allesamt sehr nützlich, aber, wie Erdöl selbst, biologisch nicht abbaubar.

Biopolymere sind von tierischen und pflanzlichen Lebewesen erzeugte Polymere und werden von der Natur vollständig abgebaut. Es gibt die verschiedensten Arten, und sie alle haben lebenswichtige Funktionen im Organismus, in den einzelnen Zellen. Sie dienen z.B. als Energiespeicher, tragen zum Stoffwechsel bei oder wehren schädigende Einflüsse aktiv ab.

Viele dieser besonderen Eigenschaften macht sich die moderne Biotechnologie zunehmend nutzbar. Biopolymere findet man inzwischen z.B. in Abnehmpillen, weil sie Fett im Körper binden, in der Wasseraufbereitung, weil sie schädliche Keime binden, sie werden zu Membranen in Verbundwerkstoffen umgebaut oder erfüllen wichtige Funktionen in zahlreichen medizinisch-technischen Produkten.

Bei allen aus Biopolymeren erzeugten Produkten handelt es sich um Bio-High-Tech! Die Schwierigkeit ist immer die konkrete Formel (Zusatzstoffe, Mengenverhältnisse) und das konkrete Verfahren (Methoden, Temperaturen, Reihenfolgen, etc.). Die möglichen Kombinationen sind unendlich. Eine neue Lösung oder Erfindung setzt deshalb jahrelange Versuche, Zufall oder Genialität voraus.

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4. Biopolymere in TexPro

Die in TexPro verwendeten Biopolymere werden durch ein aufwändiges bio-chemisches Verfahren aus tierischen und pflanzlichen Zellen gewonnen und umgewandelt. Je nach Aufwand und Reinheit hat das Ergebnis dann unterschiedliche Eigenschaften, die vielfältig genutzt werden können und mit denen aktuell viel experimentiert wird.

Derzeit wird z.B. in der Medizin versucht, die gleichen Biopolymere, die die Wirkung von TexPro ausmachen, gezielt zur Heilung bei schweren Verbrennungen einzusetzen. Das größte Problem bei Verbrennungen sind Infektionen aufgrund der fehlenden Haut. Bei der Versorgung geht es deshalb primär darum, die offene Wunde gegen Bakterien zu schützen, um Infektionen zu vermeiden, damit sich eine Haut neu bilden kann.

Ziel der laufenden Forschung ist es, in die TexPro verwendeten Biopolymere wie eine Membran über die Verbrennungen zu legen. Diese Membran wird von der Wunde nicht abgestoßen, läßt weiterhin Luft durch, stößt Bakterien aber ab, verhindert deren Vermehrung und dadurch auch die Infektionen. Die Haut kann heilen.

Mit den Biopolymeren in TexPro kann also eine für Bakterien undurchdringliche Membran erzeugt werden.

(Noch wird bei schweren Brandwunden übrigens Silberfolie eingesetzt, weil Silberionen, genau wie in Deos, Bakterien töten. Allerdings legt sie sich als Folie unmittelbar auf die Wunde, lässt keine Luft durch und muß am Ende immer wieder abgezogen werden.)

5. TexPro

TexPro bildet eine Membran, einen natürlichen Biofilm, auf der besprühten Textiloberfläche. Die filmbildenden und gut haftenden Eigenschaften, zusammen mit der Möglichkeit, es sprühen zu können, sind das Geniale an der patentierten TexPro-Formel. Es bleibt wie eine Klarsichtfolie auf der Faseroberfläche haften, verläuft nicht, und wird nicht in die Faser aufgenommen, behält aber die spezifischen Fähigkeiten der enthaltenen Biopolymere.

Die Zeit zum Trocken ist notwendig, weil das in der Lösung enthaltene Wasser verdunsten muß, damit der Bio-Film übrigbleibt – ganz ähnlich wie bei Farben und Lacken, die auch trocknen müssen.

Die konkrete Wirkung des Biofilms beruht auf seiner polykationschen Ladung, d.h. er besteht aus positiv geladenen Ionen:
Durch die Nahrungszufuhr infolge des Schwitzens fangen die Bakterien an, sich zu vermehren. Während der Schweiß selbst vom Textil aufgenommen wird (und oft als Schweißfleck sichtbar wird), können die Bakterien nicht mit. Der Biofilm hält sie auf, in dem er ihre Vermehrung verhindert. Denn neue Bakterien entstehen in einer sehr dünnen Membran, und diese Membran wird durch die positive Ladung des Bio-Films zerstört. Die Hüllen, in denen die Nachkommen entstehen, platzen.

Diese Wirkung bezeichnet man als ‚bakteriostatisch‘: vorhandene Bakterien überleben, aber eine Vermehrung kann nicht stattfinden. Bakterien und Ihre Nahrung werden nachhaltig getrennt. Die Wirkung ist damit eine vollkommen andere als bei Deos.

Deos versuchen es ‚antibakteriell‘: Inhaltsstoffe wie Silberionen, Parabene u.a. töten vorhandene und entstehende Bakterien, und das direkt auf der Haut. Gestankverursacher, genauso wie nützliche und schützende Keime. Deshalb können Deos übrigens Juckreiz oder andere Irritationen verursachen: Wenn schützende Bakterien fehlen, können schädliche Bakterien die Haut angreifen.

Außerdem kann das Deo nicht verhindern, dass sich mit der Zeit immer mehr ‚Stinkbakterien‘ von der Haut lösen und ins Textil wandern, sich dort ungestört vermehren, Schweiß zersetzen und schlechten Geruch verbreiten.

Dadurch wird klar, warum ein gutes Deo zwar eine Zeitlang wirkt, TexPro aber viel grundsätzlicher, effektiver und länger. Und das, im Unterschied zu Deo, ohne Schaden an der Haut, den Schweißdrüsen oder der Hautflora zu verursachen!

TexPro